Fragen und Antworten Landwirtschaft

Düngung

Maximal 50% des anfallenden Hofdüngers darf abgegeben werden. Der abnehmende Betrieb muss ein Biobetrieb sein. Mit diesen Massnahmen will man verhindern, dass bodenunabhängige Biotierfabriken entstehen können.

Bei tiefer Nährstoffversorgung kann mit Vorlage eines vollständigen Düngungsplans für jede Parzelle ein höherer P-Bedarf geltend gemacht werden. Die Stickstoff-Limiten bleiben bestehen. Auch das DGVE-Limit von 2,5 DGVE/ha DF darf nicht überschritten werden. Der Einsatz der Dünger muss detailliert aufgezeichnet werden.

Alle Kalkdünger, die in der FiBL-Hilfsstoffliste aufgeführt sind, dürfen im Biolandbau eingesetzt werden. Beim Einsatz von Ricokalk ist der P-Gehalt zu beachten (10 kg pro Tonne). Durch die Anhebung des PH steigt die Bodenaktivität und die meisten wichtigen Pflanzennährstoffe werden besser verfügbar.

Wenn die Suisse Bilanz durch die eigenen Hofdünger einigermassen ausgeglichen ist, sind zusätzliche P Dünger nicht sinnvoll. Bei einer Überschreitung der P Bilanz drohen massive Direktzahlungskürzungen. Wenn die Suisse Bilanz grössere Reserven ausweist, darf mit P-Dünger aus der FiBL-Betriebsmittelliste oder Hofdünger aus Label oder Biobetrieben ergänzt werden.

Kalidünger dürfen nur eingesetzt werden, wenn aktuelle Bodenanalysen ein K-Manko ausweisen. Chlorhaltige Kalidünger sind verboten. Die zugelassenen K-Dünger sind in der FiBL-Betriebsmittelliste aufgeführt (Kalimagnesia, Kalisulfat, Magnesia-Kainit).

Auf einem Biobetrieb darf Bio NPr-Futter eingesetzt werden. Dieses enthält keine Phytase, damit aber höhere Nährstoffgehalte als konventionelle NPr Futter. Es müssen ein Futterplan und eine Vereinbarung mit dem Futterlieferanten vorliegen. Diese müssen von der kantonalen Vollzugsstelle genehmigt werden, damit der tiefere P2 05-Wert in der Suisse-Bilanz berücksichtigt werden kann. NPr Futter ist teurer.

Ab 1.1.05 darf nur noch Hofdünger von Label-Betrieben zugeführt werden! Bestehende Hofdüngerverträge mit ÖLN-Betrieben die keine Labelanerkennung haben, müssen gekündigt werden. Informieren Sie sich bei Bio Suisse welche Label anerkannt sind.


Futtermittel

Nein. Seit dem 1.1.06 müssen für Bio-Suisse Betriebe die Mineralstoffe in der FiBL Betriebsmittelliste aufgelistet sein, damit sie eingesetzt werden dürfen. Die Auswahl an zugelassenen Mineralstoffen ist recht gross.

Nein. Für Wiederkäuer muss 100% des Futters aus biologischem Anbau stammen. Alternativen für Zückerrübenschnitzel werden auf www.bioaktuell.ch veröffentlicht.
Für Nichtwiederkäuer müssen mindestens 95 % aus biologischem Anbau stammen.
(Ausnahme Pensionspferde: Der Bioanteil beträgt dort mindestens 90%)


Fruchtfolge

Ja. Seit dem 01.01.06 gelten die neuen Fruchtfolgeregeln der Bio Suisse.
Alle Knospe-Betriebe mit einer offenen Ackerfläche von mehr als 1 ha, sowie in der Bergzone 2 – 4 mit mehr als 3 ha offener Ackerfläche unterstehen diesen Regeln.
Mindestens 20 % Fruchtfolgefläche muss mit Kunstwiese, Rotations- oder Bundbrache ganzjährig begrünt sein.
Für Betriebe mit weniger als 20 % Grünlandanteil gilt, alternativ zur ganzjährigen Begrünung:
Mindestens 10 % ganzjährig begrünt wie oben

Zusätzlich andere anrechenbare Flächen:

  • Mais Frässaat
  • Körnerleguminosen mit anschliessender  Gründüngung vor 1. September bis 15. Februar
  • Zwischenkulturen, Gründüngungskulturen oder Untersaat (z.B.: 2 ha mit einer Zwischenkultur vom 20.08 bis 20.02 = 1 ha).

Anbaupause Ackerbau
Im Ackerbau muss zwischen zwei Hauptkulturen der gleichen Art auf der gleichen Parzelle eine Anbaupause von mind. 1 Jahr eingehalten werden.

Gemüsebau
Im Gemüsebau beträgt die Anbaupause zwischen zwei Hauptkulturen der gleichen Familie mind. 24 Monate.
Sollten Sie noch Fragen haben zur Fruchtfolge, rufen Sie uns an.

Alle Betriebe müssen analog zum ÖLN einmal in 10 Jahren Bodenproben analysieren lassen.
Ausnahmen gelten für Extensiv-Betriebe die:

  • Keinen Dünger zuführen
  • DGVE / ha düngbare Fläche unter
  • Talzone         2.0 DGVE/ha
  • Hügelzone    1.6 DGVE/ha
  • Bergzone 1   1.4 DGVE/ha
  • Bergzone 2   1.1 DGVE/ha
  • Bergzone 3   0.9 DGVE/ha
  • Bergzone 4   0.8 DGVE/ha
  • Keine Parzelle in der Versorgungsklassen D + E

Pflanzenschutz


Pro Baum wird eine Are gerechnet. Auf die 150 Bäume (=150 a) darf maximal 6 kg Reinkupfer ausgebracht werden (Limit für Steinobst ist 4 kg/ha und Jahr). Anmerkung: Der Einsatz von Kupfer ist im biologischen Landbau umstritten. Schwefel-Tonerde-Präparate können Kupfer zum Teil ersetzen. Durch resistente Sorten kann in vielen Fällen ganz auf Kupfer verzichtet werden. Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich bitte beim FiBL in Frick, Tel. 062 865 72 72 oder bei Andermatt Biokontroll AG, 062 917 50 05.

Der Einsatz von Kupfer ist im biologischen Landbau umstritten. Steinmehle oder andere Präparate können Kupfer zum Teil ersetzen. Durch robuste Sorten kann in vielen Fällen ganz auf Kupfer verzichtet werden. Im Notfall darf max. 4 kg Reinkupfer pro Jahr und ha bei den Kartoffeln eingesetzt werden.

Die Richtlinien der BIO SUISSE verbieten den Einsatz von allen Herbiziden.
Das gekaufte Mittel ist verboten. Das Mittel muss sofort dem Händler zurückgegeben werden. Werden auf einem Biobetrieb nicht konforme Mittel gefunden, führt das zur Aberkennung des Biostatus.

Alle zapfwellenangetriebenen Balkenspritzen müssen mind. alle 4 Jahre von einer berechtigten Stelle getestet werden.

Saat- und Pflanzgut

Der Markt für Biosaatgut ist im Aufbau. Noch ist nicht für alle Kulturen und Biosorten Saatgut in Bioqualität vorhanden. Ziel ist die Versorgung stufenweise zu verbessern. Zu diesem Zweck wurden folgende Regelungen eingeführt:

Stufe 1 (Bio-Pflicht)
Für diese Kulturen und Sorten ist die Versorgung sichergestellt. In diese Kategorie gehören die Getreidekulturen. In der Regel ist keine Ausnahme-Bewilligung mehr möglich.

Stufe 2 (Bio in der Regel)
Für diese Kulturen und Sorten ist Saatgut vorhanden. Oft jedoch nicht in ausreichender Menge, oder mit einem beschränkten Sortenangebot. In diese Kategorie gehören viele Gemüse. Wenn kein Saatgut in Bioqualität erhältlich ist, muss bei der FiBL-Saatgutstelle eine Bestätigung eingeholt werden (Tel. 062 865 72 08 oder www.organicxseeds.ch). Wenn diese gewährt wird kann konventionelles ungebeiztes Saatgut eingesetzt werden.

Stufe 3 (Bio-Wunsch)
Für Kulturen und Sorten die in diese Stufe eingeteilt sind, ist in der Regel kein Biosaatgut vorhanden (Gemüse, Kräuter, Zierpflanzen). Diese dürfen ohne Bewilligungsverfahren eingesetzt werden.

Weitere Informationen

www.bioaktuell.ch/de/pflanzenbau/biosaatgut.html
(Unter Sortenempfehlungen und Bezugsadressen können Sie die Vorschriften als pdf gratis herunterladen.)

Die Versorgung mit Dinkelsaatgut ist genügend. Dinkel ist deshalb in die 1. Stufe (Biopflicht) eingeteilt. Wenn trotz rechtzeitiger Bestellung kein Dinkelsaatgut mehr erhältlich ist, muss über die Internetseite www.organicxseeds.ch oder das Telefon der FiBL Saatgutstelle 062 865 72 08 abgeklärt werden, wo noch Biosaatgut vorhanden ist.

Bei den Raufutterverzehrern darf bis zu 60 % eigenes Umstellfutter gefüttert werden, ohne dass der Betrieb seinen Anerkennungsstatus verliert. Eine Verdoppelung der Futterflächen ist somit möglich.

Alle Kulturen auf den Umstellflächen müssen als Produkte in Umstellung deklariert und vermarktet werden. Viele Umstellprodukte finden zurzeit kaum Abnehmer. Wenn auf dem Betrieb Vollknospe Brotweizen und Umstellknospe Brotweizen stehen (Parallelproduktion) muss alles als Umstellungsprodukt deklariert werden.

Tipp: Am sinnvollsten ist es die Flächen 2 Jahre als Kunstwiese zu nutzen. In dieser Zeit kann sich der Boden auch bereits auf die Biobewirtschaftung umstellen.

Tiere

Bienen

Die Gesamtbetrieblichkeit gilt auch für die Bienen. Auf allen Biobetrieben müssen die Bienen auch kontrolliert werden. Für die Kontrolle braucht es Fachkenntnisse. Melden Sie deshalb der Kontrollstelle, dass Sie Bienen halten, die kontrolliert werden müssen.

Ausnahmen:
Für Hobbyhaltung unter zehn Völkern gilt eine vereinfachte Kontrolle. Die Vorschriften für die Fütterung und die Varroabehandlung müssen eingehalten werden. Der Honig darf nicht als Bio oder aus Knospeimkerei ausgezeichnet werden.

Auslagerung:
Die Bienenhaltung kann auch ausgelagert werden. Die Verpachtung an eine Person, die nicht an der Betriebsführung beteiligt ist, ist möglich. In diesem Fall unterstehen die Bienen nicht mehr der Kontrollpflicht.

Kaninchen

Die Anforderungen der BTS müssen eingehalten werden. Die Einhaltung der RAUS-Vorschriften wird nicht verlangt.

Bei Hobbyhaltungen müssen die BTS-Vorgaben sinngemäss erfüllt werden. Bestehende Käfigställe lassen sich mit bescheidenem Aufwand anpassen! Mit einem Abteil als Aktivitätsbereich mit erhöhter Sitzfläche und ein verdunkeltes Abteil als Nestbereich verbessert sich der Lebensstandard der Kaninchen erheblich.

Legehennen/Junghennen

Ab dem 42. Lebenstag. Bei schlechtem Wetter darf der Zugang eingeschränkt werden.

Auslaufjournal für Hühner

Ist es nötig, für Mastpoulets und Legehennen ein Auslaufjournal zu führen?

Das Auslaufjournal muss auch beim Geflügel geführt werden. Der Eintrag muss spätestens nach 3 Tagen erfolgen.

Pferde/Esel

Nein. Reit- und Zugpferde sind von den Zukaufsbeschränkungen ausgenommen. Dies gilt auch für Esel und Ponys.

Pouletmast

Nach den ersten 21. Lebenstagen. Bei schlechtem Wetter kann der Zugang zur Weide eingeschränkt werden.

Freiland-Poulets

Darf ich die Poulets an einem Tag (Sonntag) wegen Abwesenheit im Stall eingesperrt lassen? Draussen besteht Gefahr durch wilde Tiere (Habicht, Fuchs, Katzen …). Wenn dies nicht möglich ist, habe ich Ausgangsverbot!
Gemäss RAUS-Verordnung muss Mastgeflügel ab dem 22. Tag während dem ganzen Tag Zugang zum Aussenklimabereich und ab 12 bis 17 Uhr Zugang zur Weide haben. Ausnahmen sind nur bei schlechtem Wetter möglich. Als Alternative zum Ausgangsverbot ist eine bessere Sicherung des Auslaufes zu prüfen. Gegen Füchse hat sich ein elektrischer Doppelzaun ausserhalb des Flexinetzes als sehr wirksam erwiesen. Gegen fliegende Räuber, aufgestellte Spiegel oder Radio.

Rindvieh

Kälber müssen mindestens 3 Monate mit Milch getränkt werden.

Knospe-Vignette für Knospe-Vermarktung von Bio-Schlachtvieh

Ich möchte eine Knospenkuh an den Schlachtviehmarkt bringen. Was muss ich tun, damit diese auch als Knospenkuh ausgerufen wird und einen entsprechenden Mehrpreis erzielt?

Für jedes Tier (Rindvieh, Schweine, Schafe und Ziegen) muss die Knospen-Vignette auf das Begleitdokument geklebt werden. Die Knospen-Vignetten werden allen Bio Suisse Produzenten vom Bio Pool auf Ende Jahr zugestellt.

Enthornung

Wie und bis zu welchem Alter darf Rindvieh enthornt werden?

Jungtiere dürfen nur unter Betäubung enthornt werden. Seit dem 1.1.2005 dürfen in den Wintermonaten auch ausgewachsene Tiere unter Betäubung enthornt werden, wenn dies aus Sicherheitsgründen notwendig ist (z.B. Laufstall). In den Monaten Mai – August ist dies verboten.

Einsatz Milchpulver

Darf ich meinen Kälbern zur Milch noch Milchpulver verfüttern?

Knospe Milchpulver ist als Ergänzung erlaubt. Milchersatzpulver jedoch ist verboten.

Einsatz Trockensteller

Ein Kollege macht jeweils vor dem Trockenstellen den Schalmtest und behandelt alle positiven Tiere. Ist dies knospekonform?

Die Richtlinien der Bio Suisse verlangen, dass vor jedem Einsatz von Trockenstellern, eine bakteriologische Milchuntersuchung und ein Antibiogramm durchgeführt wird. Der Schalmtest genügt deshalb nicht.  Der Einsatz von Antibiotika soll mit dieser Massnahme vermindert werden und gezielter erfolgen.

Zukauf von konventionellem Rindvieh

Wegen fehlender Nachzucht brauche ich dringend ein Braunviehrind. Seit Wochen suche ich eines in Bioqualität, leider ohne Erfolg. Nun hat mein Nachbar ein passendes Rind, das in 3 Monaten kalben wird. Darf ich dieses Tier kaufen?

Nicht biologische Jungtiere, die noch nicht gekalbt haben, dürfen, wenn nicht in Bioqualität verfügbar, bis zu maximal 10 % des Bestandes an ausgewachsenen Tieren zugekauft werden. Also bei 20 Kühen 2 Jungtiere pro Kalenderjahr. Die Tiere müssen eine Wartefrist von 6 Monaten durchlaufen, in welchen die Milch noch nicht den Biostatus hat. Beim Fleisch beträgt die Wartezeit 12 Monate.

Schafe

Betäubungslose Kastration ist verboten! Schafe dürfen nur unter Schmerzausschaltung kastriert werden. TierhalterInnen dürfen eine Kastration nur in den ersten zwei Lebenswochen im eigenen Bestand durchführen. Sie müssen einen vom Bundesamt für Landwirtschaft und vom BVET anerkannten Sachkundenachweis erbringen.

Einsatz von Milchpulver

In welchen Fällen darf Milchpulver eingesetzt werden?

Knospen-Milchpulver ist als Ergänzung zur Muttermilch erlaubt.

Schweine

Kurzlebige Tiere, wie Schweine dürfen bereits nach der 2. Behandlung nicht mehr als Bio vermarktet werden. Wenn zur Behandlung der gleichen Krankheit mehr als 1x ein Medikament verabreicht werden muss, gilt dies trotzdem als 1 Behandlung

Ziegen

Ziegen dürfen bis Ende 2018 angebunden gehalten werden. Ziegen sind sehr aktive Tiere. Wenn immer möglich ist der Laufstallhaltung den Vorzug zu geben.

Zukauf Ziegen

Ich möchte meinen Ziegenbestand von 40 auf 50 Tiere aufstocken und suche seit längerer Zeit erfolglos Saanenziegen. Darf ich konventionelle Ziegen zukaufen.

Wenn Biotiere nicht erhältlich sind dürfen maximal 20 % weibliche Jungtiere, die noch nicht geworfen haben, aus nicht biologischen Betrieben eingestallt werden. In diesem Fall von 40 Tieren also 8 Jungziegen je Kalenderjahr.

Verarbeitung

Die Voraussetzung ist, dass  der Dorfmetzger nicht mehr als 5 Lohnverarbeitungsverträge unterzeichnet hat (Variante 1). In diesem Fall trägt der Landwirt die volle Verantwortung für das Produkt.

In der Verarbeitung von Produkten haben Sie als Produzent drei Möglichkeiten:

Variante 1 (Lohnverarbeitungsvertrag)

  • Der Verarbeiter hat nicht mehr als 5 Lohnverarbeitungsverträge
  • Kontrolle findet auf dem Landwirtschaftsbetrieb statt
  • Für die verarbeiteten Produkte müssen die Rezepturen schriftlich vorliegen
  • Aktuelle Sortimentsliste ist zu führen

Variante 2 (Kontrollvertrag)

  • Der Verarbeiter hat einen Kontrollvertrag mit einer Biokontrollfirma abgeschlossen
  • Die Verantwortung für die Verarbeitung liegt beim Verarbeiter
  • Die Kontrolle findet beim Verarbeiter statt
  • Der Landwirt braucht die Sortimentsliste und das Biozertifikat vom Verarbeiter

Variante 3 (Konventionelle Vermarktung)

  • Die Verarbeitung erfolgt konventionell und wird nicht kontrolliert
  • Bei der Vermarktung darf kein Hinweis auf die biologische Produktion gemacht werden
  • Bei der Biokontrolle braucht es eine aktuelle Sortimentsliste und ein Verarbeitungsjournal ist ebenfalls zu führen
  • Die Deklaration wird überprüft. Es darf nicht der Eindruck entstehen, es handle sind um ein Bioprodukt

Seit 1.1.07 kann ein Knospe-Betrieb im Hofladen nicht biologische Produkte anbieten.
Das gleichzeitige Anbieten eines gleichen oder gleichartigen Produktes in Knospe-Qualität und in nicht biologischer Qualität ist nicht möglich.

Wenn Knospeprodukte im Ankaufwert von über Fr. 150 000.- zugekauft werden, muss ein Lizenzvertrag mit der BIO SUISSE abgeschlossen werden. Hier gilt das Gebührenreglement für Produzenten (Rechnungsbeispiel: 0,2 % auf Ankaufswert der zugekauften Knospe-Produkte. Es können keine Vorabzüge gemacht werden. Zukauf im Wert von Fr. 200 000.–: Lizenzgebühr Fr. 400.–.

Verschiedenes

Die Alpung auf einer nicht biologischen Alp ist erlaubt, wenn die Sömmerungsbeitrags-Verordnung eingehalten wird.
Die Produkte dürfen nicht als Bioprodukte ausgezeichnet werden.
Der Status der Biotiere geht nicht verloren.

Die Kontrolle findet, wenn möglich, während der Biokontrolle statt. Dazu sollte noch ein Produkt auf dem Hof sein, welches für SWISSGAP angemeldet wurde (auf dem Feld oder am Lager). Wichtig ist es die Pauschaldeklaration jedes Jahr auszufüllen, um die Kontrollen zu vereinfachen und zu verkürzen.

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